La Palma
Mit 708 Quadratkilometer ist La Palma weder die größte, noch die kleinste Insel der Kanaren, aber sie ist auf jeden Fall unter ihresgleichen die höchstgelegene Insel der Welt und für ihre Bevölkerung ist sie außerdem auch die schönste Insel der Welt.
Sie ist die nordwestlichste der Kanareninseln, 42 Kilometer lang und 28 Kilometer breit.
La Isla Bonita, die schöne Insel, oder Isla Verde, die grüne Insel sind ihre Beinamen.
Trotzdem hat sie der sogenannte Massentourismus noch nicht für sich entdeckt und so finden Sie meist in kleineren Pensionen, Fincas, Ferienhäusern und -wohnungen eine Unterkunft die meist von privat vermietet werden und das landestypische Flair aufweisen, oder auf einem Campingplatz.
Direkte Flugverbindungen zu der Insel gibt es regelmäßig, aber selten. Meist geht es per Flugzeug nach Teneriffa und dann entweder mit einer kleineren Maschine oder der Fähre weiter nach La Palma.
Ein wenig mehr Mühe, für die Sie mit entspannender Ruhe belohnt werden.

Die Strände sind oft steinig, aber bei La Isla Bonita lohnen sich die Blicke über den Rand des Strandlakens hinaus.
Sandstrände gibt es in der Nähe des Yachthafens von Santa Cruz, im östlichen Teil der Insel bei Los Cancajos und im Westen bei Puerto Naos.

Die Wälder sind dicht bewachsen und feucht wie Regenwälder.
Die Wälder sind dicht bewachsen und feucht wie Regenwälder.
La Palma ist die Insel mit dem meisten Niederschlag und bedingt durch das Klima die einzige der Inselgruppe auf der Sie das ganze Jahr über fließende Gewässer finden können, die Sie auch mit dem Kanu befahren können.
Das gesamte landschaftliche Bild der Insel ist durch die Vulkanmassen geprägt worden, die überall ihre erkalteten Lavaströme hinterlassen haben.
Die kleine Insel ist ein Eiland vieler Superlative.

Roque de las Muchachos
Da die Insel relativ dunkel ist und durch das Klima meist wolkenfrei haben sich hier viele astronomische Observatorien niedergelassen, unter anderem finden Sie auf La Palma auch das weltweit größte Spiegelteleskop auf dem Gipfel des Roque de las Muchachos, dem mit über 24oo Metern höchsten Berg der Insel. Aus Rücksicht auf die Astronomen gibt es keine Leuchtreklame und dürfen Lampen im Freien ihr Licht nur nach unten abstrahlen.
Der Roque de las Muchachos gehört zum Biosphärenreservat des Caldera de Taburiente, in dem einer der weltweit größten Vulkankrater zu finden ist, der einen Durchmesser von circa 9 Kilometern hat.
Von hier aus können Sie in Richtung Westen die Schlucht der Todesängste durchwandern, die Barranco de las Angustias, durch die eigentlich das Wasser aus den Bergen abfließt, aber an deren Grund ein Wanderweg angelegt ist.
Auf der Ostseite der Insel liegt die Hauptstadt Santa Cruz de La Palma, aber die größte Stadt der Insel ist Los Llanos de Aridane, die auf der Westseite liegt.
Allerdings finden sich keine großen Einkaufsstraßen in den Städten, sondern eher viele kleine Läden.
Sehenswert ist allerdings die Altstadt von Santa Cruz de La Palma mit ihren kleinen Straßen und Gassen und den historischen Gebäuden, vor allem die restaurierten Gebäude in der Avenida Maritima.
Die Stadt wurde bereits 1493, kurz nach der Eroberung durch die Spanier gegründet.
Von den einstigen Ureinwohnern der Insel, den Guanchen, finden sich auch noch an einigen Orten Spuren.
Die von ihnen gepflasterten Königswege bestehen heute zum Teil noch und verbinden die verschiedenen Regionen der Insel miteinander.
In den beiden Archäologieparks der Insel, bei La Zarza und bei der Höhle von Belmaco finden sich weitere Spuren der Guanchen.
Steile Klippen und schroffe Felsformationen haben La Palma schon damals schwer einnehmbar sein lassen.
Vielleicht rettet sie diese Eigenschaft mit in unsere Ära hinüber, zumindest hat es bis jetzt den Anschein dass die Insel vom Massentourismus verschont bleibt und weiterhin ein Paradies für Wanderer und Naturliebhaber bleibt.
Von der Unesco inzwischen zum Biosphärenreservat erklärt beherbergt sie einige Tiere und Pflanzen, die es nur auf dieser Insel gibt.
Die schönsten Orte und Plätze der Insel liegen sowieso im Verborgenen und man kann sie nur zu Fuß entdecken.

Deshalb lohnt es sich sicherlich eine von kundigen Bewohnern der Insel geführten Radtouren mit dem Mountainbike zu unternehmen, oder sich auf dem Rücken eines Pferdes durch die Schönheit La Palmas tragen zu lassen.
Verborgene Grotten, paradiesische Schluchten, ungewöhnliche Felsen, und fantastische Ausblicke über das Meer und die Insel sind Ihnen dabei garantiert.
Und wer mag, der kann entlang der Küsten eine der vielen Tauchschulen besuchen und die fantastische Unterwasserwelt rund um die Insel zu bewundern, die ebenso interessant ist wie der oberirdische Teil der Vulkaninsel.
Auch wenn La Palma keine Insel des Massentourismus ist, so lebt doch ein Großteil der Bevölkerung davon und eine Art von sanftem Tourismus wird durchaus befürwortet und gefördert.
Zum Beispiel, indem man im Hinterland alte Bauernhäuser vorsichtig restauriert und versucht soviel wie möglich von ihrem ländlichen Flair zu erhalten, um sie dann an Touristen zu vermieten.
Auf jeden Fall lohnt ein Besuch der höchstgelegenen, schönsten und grünsten Insel des kanarischen Inselarchipels, auf der es viele Schönheiten der Natur zu entdecken gilt.



