Fuerteventura

Die älteste und zweitgrößte Insel des Archipels ist Fuerteventura. Die Insel ist circa 100 Kilometer lang, aber an ihrer breitesten Stelle nur 31 Kilometer breit und an der schmalsten nur 5 Kilometer. Hier teilt sich die Insel auch in zwei Bereiche:
das nördliche Maxorata und im Süden die Halbinsel Jandia, auf der auch der mit 807 Metern höchste Berg der Insel liegt, der Pico de la Zarza.
An dieser Landenge soll die Insel einmal durch einen drei Meter breiten Steinwall in zwei Königreiche geteilt gewesen sein. Reste dieses Walls können Sie heute noch bei Costa Calma entdecken, sofern die Legende stimmt.

Fuerteventura - Kanarische Inseln

Der Tourismus spielt sich zumeist in den küstennahen Ortschaften der relativ dünn besiedelten Insel ab.
Da die Insel relativ flach ist und nur einen geringen Bodenbewuchs aufweist gibt es hier kaum Feuchtgebiete. Auf den anderen Inseln des Archipels regnen die Wolken in den Wäldern der Höhenlagen ab, auf Fuerteventura nimmt der karge Boden das Wasser kaum auf und das Land verwandelt sich mehr und mehr in Richtung Wüste.
Dazu kommt dann noch der Calima der die Insel gelegentlich trifft, ein heißer Wind aus der nahegelegenen Sahara, der nicht nur trockene, heiße Luft, sondern auch Wüstensand auf die Insel bringt.

Fuerteventura - StrandDie Geschichte der Insel weist in viele Richtungen.
Eroberung der Insel durch die Spanier und die Phönizier, die die Guanchen, die Ureinwohner der Insel versklavten. Drei Jahrhunderte später war die Insel für kurze Zeit ein Bistum, danach begründete ein Franziskanermönch das Kloster Fortaventure.
Die Bewohner mussten sich gegen englische Korsaren und Freibeuter zur Wehr setzen, Feudalherrschaft und Militärregime lösten sich ab und Ende des letzten Jahrhunderts waren für etwa 10 Jahre einige tausend spanische Fremdenlegionäre auf der Insel stationiert.

Sie erreichen die Insel über einen internationalen Flughafen oder über einen gut ausgebauten Seehafen, von dem aus Sie auch mit der Fähre nach Marokko übersetzen können. Der Hafen gehört zur Hauptsstadt der Insel, Puerto del Rosario.
Heute lebt Fuerteventura hauptsächlich vom Tourismus.
Entlang der Küsten gibt es einige Regionen mit größeren Hotels für den sogenannten Massentourismus, aber auch auf Fuerteventura findet ein Umdenken in Richtung des sanfteren Tourismus statt und im Inneren der Insel ist es deutlich ruhiger.
Sportliche Aktivitäten gibt es in den Hochburgen der Touristen reichlich, vor allem für Wassersportler.
Durch das wüstenartige Klima sind Wanderungen nicht so sehr zu empfehlen. Alternativ werden geführte Radtouren angeboten. Oder Sie können die Insel auch reitend erkunden, entweder zu Pferd oder auf dem Rücken eines Kamels.

Fuerteventura - StrandBei der ländlichen Bevölkerung können Sie zum Teil auch frisches Obst und Gemüse erwerben, allerdings ist, bedingt durch die klimatischen Veränderungen und die Abwanderung der jüngeren Bevölkerung, die Landwirtschaft rückläufig.

Der Dünenpark an der Ostküste der Insel ist nicht nur sehenswert, sondern auch ein Paradies für Surfer, zum Wellenreiten und für Kitesurfer, die jeweils an verschiedenen Abschnitten die besten Bedingungen für die jeweilige Sportart finden.
Die Westküste wird von einer Steilküste mit zum Teil gefährlichen Strömungen dominiert.
Die Hügel und Berge der Insel gleichen denen der anderen Kanarischen Inseln kaum, da sie vorwiegend kahl sind und nicht so viel Abwechslung in Bezug auf Flora und Fauna bieten. Dafür lassen sie weite Blicke über die Insel zu.
Bei Tefio, im Inneren der Insel können Sie ein historisches Dorf besichtigen, in dem das Leben der früheren Inselbewohner und ihre handwerklichen Fähigkeiten zu besichtigen sind.
Vielerorts treffen Sie auch auf die typischen spanischen Windmühlen.
Auch in Antigua, der ehemaligen Hauptstadt der Insel, in der es auch eine Kirche und etliche Herrschaftshäuser zu sehen gibt.
Insgesamt gibt es auf der Insel 13 verschiedene Naturschutzgebiete und wenn im Frühling kräftigere Regenfälle niedergehen, dann verwandelt sich manch karger Flecken in eine bunte Blumenlandschaft.

Fuerteventura bietet sich für einen kombinierten Urlaub, aus Ruhe und Entspannung im Inneren der Insel und sportlicher Betätigung entlang der Küsten, förmlich an.
Und selbst wenn Sie Ihr Feriendomizil im Inneren der Insel wählen sind die Küsten der schmalen Insel relativ schnell zu erreichen.

Schwarze Lavasteine auf Fuerteventura