El Hierro

El Hierro ist die am weitesten westlich gelegene Insel des Archipels und mit einer Fläche von 268 Quadratkilometern auch die kleinste und mit 2 Millionen Jahren auch die jüngste der Inseln, auf der Sie etwa 800 Vulkane finden können, wovon allerdings nur 500 an der Oberfläche erscheinen.
Unter den Lavamassen haben sich viele Höhlen in Gasblasen gebildet und durch heiße Lavaströme unter der erstarrten Oberfläche hat sich ein ausgedehntes Tunnelsystem gebildet.
Die größte der Höhlen mit einem weitläufigen Tunnelsystem ist die Cueva de Don Justo im Süden der Insel.
Im Verhältnis zu ihrer Grundfläche ist die kleine Insel mit 1500 Metern sehr hoch.
Sie hat einen kleinen Flughafen, von dem aus sie mit den anderen Kanarischen Inseln verbunden ist. Ansonsten ist sie über regelmäßigen Fährverkehr zu erreichen.
Die gesamte Insel ist von der Unesco zum Biosphärenreservat erklärt worden

El Hierro
Der Namensursprung bedeutet soviel wie, die starke, feste Insel, womit der steinige und felsige Charakter sehr gut beschrieben ist.
Steile und schroffe Felsen ragen entlang der Küsten aus dem Wasser weshalb es auch nur sehr wenige flache Strände gibt.
Lediglich am Playa del Verodal finden Sie einen größeren, roten Sandstrand, allerdings mit einer vorwiegend starken Brandung.
Im Hafen von La Restinga gibt es noch einen kleinen Strand, der durch die Hafenmole geschützt ist und sich zum Baden eignet.
Dafür gilt El Hierro bei Tauchtouristen als sehr beliebt, besonders das Tauchgebiet Mar de las Calmas an der Südwestküste der Insel zählt zu einem der interessantesten in ganz Europa.
Neben der steilen Felsküste bietet El Hierro ein einzigartig fruchtbares Land auf der Hochebene und über dem Plateau erstrecken sich die Waldgebiete mit Lorbeer- und Pinienwäldern.
Nördlich von San Andreas finden Sie auch den Garoe´, einen Lorbeerbaum, dessen Vorgänger einst der heilige Baum der Ureinwohner war.
Der fruchtbare Boden nährt einen reichen Anbau von Obst und Gemüse und überall auf der Insel sind Ziegen- und Schafherden anzutreffen, die das Weideland nutzen.
An den Küsten, hauptsächlich bei La Restinga gibt es auch noch Fischereibetriebe.
Entsprechend ist auch das kulinarische Angebot auf der Insel.

Die kleine Insel hatte einst große Bedeutung, da sie als das Ende der westlichen Welt galt und der Nullmeridian an ihr festgelegt war. Diesen Status verlor sie erst nachdem Kolumbus Amerika entdeckt hatte und man sich später auf Greenwich als Nullmeridian einigte. Heute steht der Leuchtturm Faro de Orchilla noch an der Stelle.
Von den circa 11.000 Einwohnern der Insel leben etwa 1600 in der Hauptstadt Valverde, die trotz allem ihren dörflichen Charakter bewahrt hat.
Über die frühe Geschichte der Insel ist nur wenig bekannt, lediglich einige Steinkreise an den Versammlungsplätzen zeugen von der Besiedelung.
Waren die Portugiesen noch begeistert von der Fruchtbarkeit und dem Klima, interessierten sich wenig später die Spanier nach der Eroberung vor allem für die Bewohner und führten sie in die Sklaverei.
Im 19.Jahrhundert wurde sie dann zu einem Ort der Verbannung für Spanien, die unbequeme Bürger und Freigeister dorthin verbannte, denn die Insel war von jeher nicht nur schwer einzunehmen, sondern auch nur unter erschwerten Bedingungen wieder zu verlassen.

Zu den Besonderheiten der Insel, die Sie sich unbedingt ansehen sollten wenn Sie dort sind zählen die Lagorto Gigante, eine Rieseneidechsenart die schon zweimal als ausgestorben galt und erst 1970 von einem Schafhirten entdeckt wurde.
Die Population im El-Golfo-Tal steht unter Naturschutz und umfasst circa 200 Tiere.
Einige Exemplare können Sie im Museumsdorf Guinea bestaunen.
Die Lavasteinhäuser von Guinea zeugen von der ersten Besiedelung der Insel.
Auch die bizarren Sabina-Bäume im Westen der Insel, die vom Wind verformt sind und Reste eines ehemaligen, Jahrhunderte alten Waldes darstellen sind sehenswert.
Vom Mirador de Las Playas haben Sie im Osten der Insel einen herrlichen Ausblick über die Bucht von Las Playas.
Mirador de la Peña können Sie in einem von César Manrique entworfenen Restaurant einem weiten Blick über die Bucht von El Golfo genießen.
Und alle vier Jahre feiert man im Juli ein vierwöchiges Fest zu Ehren der Inselheiligen, der Jungfrau der heiligen drei Könige.

Unterkunft finden sie auf El Hierro vor allem in Ferienwohnungen und für Touristen ausgebauten Fincas und in einigen kleineren Hotels.
Unter anderem gab es auf der Insel auch lange Zeit das kleinste Hotel der Welt, das Punta Grande, mit nur vier Zimmern.
Die einmalige Natur und ihre Vielfalt machen jedem Individualtouristen den Aufenthalt auf El Hierro sicherlich unvergesslich.